Rückblick: Kollegialer Workshop – „Sicherheitsunterweisungen mit Moodle“

Wie lassen sich allgemeine oder fachspezifische Unterweisungen mit Moodle gestalten? Vor welchem Hintergrund und in welchen Kontexten macht es Sinn, Unterweisungen zu digitalisieren und wo stößt man bspw. auf rechtliche Grenzen? Welche technischen oder organisationalen Hürden gibt es und wie wirkt sich die Digitalisierung von Unterweisungen auf analoge Prozesse in der Verwaltung aus? Was können wir von Good Practices lernen? Diese Fragen diskutierten die Teilnehmer*innen des Kollegialen Workshops „Sicherheitsunterweisungen mit Moodle“ am 07.05.2019 auf dem Campus Mülheim der Hochschule Ruhr West.

Organisiert wurde der Workshop vom Projekt „Digitale Hochschulbrücke westliches Ruhrgebiet I Niederrhein [bridge]“. Das Projekt verbindet die Universität Duisburg-Essen und die Hochschulen Niederrhein, Rhein-Waal und Ruhr West mit dem Ziel, ein regionales Netzwerk für Lehrende und Vertreter*innen der Serviceeinrichtungen zu schaffen, das einen persönlichen Austausch und die Nutzung gemeinsam konzipierter Angebote ermöglichen soll. Mit Kollegialen Workshops unterstützen wir aktiv den Austausch zwischen Lehrenden und Mitarbeitenden der Serviceeinrichtungen im Verbund.

Praxisbeispiel 1: Unterweisungen für die Benutzung von PC-Pools

Der Workshop wurde durch ein Good-Practice-Beispiel der Hochschule Rhein-Waal eröffnet. Prof. Dr. Matthias Krauledat von der Fakultät Technologie & Bionik berichtete von der Umsetzung von Sicherheitsunterweisungen per Moodle für die Benutzung von PC-Pools der Fakultät. Um hohen Verwaltungs- und Schulungsaufwand je Semester für rund 900 studentischen Nutzer*innen der PC-Pools zu minimieren, wurde die Sicherheitsunterweisung in Moodle konzipiert und umgesetzt. Neben den vielen Vorteilen für Studierende und Lehrende, berichtete Herr Krauledat auch von Optimierungsbedarfen, die sich aus Medienbrüchen ergeben und von Herausforderungen bei der Integration der digitalisierten Unterweisungen in das Lern-Management- und Kursverwaltungssystem.

Praxisbeispiel 2: Allgemeine Sicherheitsunterweisung für Studierende

Im Anschluss berichteten Thomas Riegert (Systemmanager Arbeitssicherheit) und Karim Chanine (E-Learning Team) von der Hochschule Ruhr West über die im Wintersemester 2018/19 erstmals mit Moodle durchgeführte hochschulweite Sicherheitsunterweisung, die seitdem für alle Studierenden verpflichtend ist. Auch stand die Idee im Fokus, Verwaltungsaufwand zu minimieren und zuständige Mitarbeiter*innen zu entlasten. Die technische und organisationale Herausforderung war es, die knapp 6.400 Studierenden zu erreichen und die Frage, ob sich die Unterweisung im speziell eingerichteten Kursraum mit diesem großen Nutzerkreis problemlos realisieren lässt. Mit knapp 5.000 Teilnehmer*innen und einer Bestehensquote von 99% konnte sowohl das Konzept der digitalisierten Lerninhalte als auch die Wahl der Informationskanäle positiv evaluiert werden. Dennoch stellen sich auch hier Fragen danach, wie das Material weiterentwickelt werden kann und ob und wie das Angebot von Unterweisungen mit Moodle auf andere Bereiche ausgeweitet werden kann.

Diskussion im Plenum: Rechtliches, Effektivität, Aufwand bei der Erstellung

Die Teilnehmer*innen des Kollegialen Workshops diskutierten auf Grundlage der vorgestellten Good Practices u.a. Fragen nach Rechtssicherheit und Effektivität von Unterweisungen mit Moodle. Es zeigt sich, dass hier Bedarf nach verbindlichen Einschätzungen besteht und dass sich auf Organisationsebene Prozesse verändern und weiterhin verändern werden. Zudem wurde auch deutlich, dass die hochschulweite Nutzung von Lernmanagementsystemen wie Moodle auf der einen Seite Entlastung bspw. bei der Verwaltung und dem Nachhalten von Teilnehmer*innen bringt. Auf der anderen Seite bedeutet die Umstellung auf digitalisierte Unterweisungen auch Aufwand bei der Einarbeitung der Mitarbeiter*innen in Lehre und Verwaltung in neue Systeme und bei der Digitalisierung von Lerninhalten (zu der auch die mediendidaktische Überarbeitung vorhandenen Materials gehört). Als hilfreich wurde in diesem Kontext die kooperative Erarbeitung und der Austausch von Lehr- und Lernmaterial wie auch von Fragepools eingeschätzt, die bereits durch die Pilotanwendung „Sicherheitsunterweisungen mit Moodle“ des Projekts [bridge] initiiert wurde.

Kontakt

Bei Fragen zu dieser Pilotanwendung oder Interesse an einer Teilnahme in der Gruppe „Sicherheitsunterweisungen mit Moodle“ wenden Sie sich bitte an Katharina Cyra.